Neubau der Technischen Dienste in Sundern: Wie aus einem langjährigen Sanierungsproblem ein 18-Millionen-Euro-Projekt wurde
Die bisher rekonstruierbare Kostenhistorie wirft erhebliche Fragen auf. Im September 2018 wurde im Zuge des Haushaltsentwurfs 2019 öffentlich eine „erste Kostenschätzung“ von 3,4 Millionen Euro genannt. Der jetzt im Rechnungsprüfungsausschuss behandelte Antrag nennt für 2019 einen Ausgangswert von 6,5 Millionen Euro. Beim Richtfest im September 2025 kommunizierte die Stadt schließlich eine Gesamtinvestition von 18 Millionen Euro. Auch die offizielle Beschlussvorlage vom 21. September 2026 arbeitet weiterhin mit geschätzten Gesamtkosten von 18 Millionen Euro.
Das bedeutet: Selbst gegenüber den im Prüfungsantrag angesetzten 6,5 Millionen Euro hat sich die Größenordnung rechnerisch um 11,5 Millionen Euro beziehungsweise rund 177 Prozent erhöht. Gegenüber der ersten öffentlich berichteten Kostenschätzung von 3,4 Millionen Euro beträgt die Differenz sogar 14,6 Millionen Euro. Dieser Vergleich beweist allerdings noch keine Fehlsteuerung, weil die jeweiligen Zahlen offenkundig aus unterschiedlichen Planungsständen stammen können. Genau darauf weist inzwischen auch die Verwaltung selbst hin: Für eine sachgerechte Bewertung müssten Planungsstand, Preisstand und Leistungsumfang der jeweiligen Kostenstände miteinander abgeglichen werden.
Fest steht ebenfalls: Der realisierte beziehungsweise 2023 öffentlich vorgestellte Neubau ist technisch anspruchsvoll. Er umfasst Verwaltungs- und Sozialbereiche, Werkstätten, Lager- und Fahrzeughallen für den gesamten Fuhrpark, ein Salzsilo für rund 600 Tonnen, weitgehende Holzbauweise, Wärmepumpen, zunächst etwa 90 kWp Photovoltaik, begrünte Dächer, ein Regenrückhaltebecken und zusätzliche Retentionsflächen. Nicht belegt ist bislang hingegen, welche dieser Bestandteile bereits in den frühen Kostenansätzen enthalten waren und welche später hinzugekommen oder qualitativ angehoben worden sind.
Auch die allgemeine Baupreisentwicklung erklärt die Differenz nicht vollständig. Die amtlichen Baupreisindizes des Statistischen Bundesamtes zeigen zwischen 2019 und Anfang 2026 für gewerbliche Betriebsgebäude rechnerisch einen Preisanstieg in der Größenordnung von rund 54 Prozent. Ein rein preisindexierter Betrag von 6,5 Millionen Euro aus dem Jahr 2019 läge damit grob bei 10 Millionen Euro, nicht bei 18 Millionen Euro. Das ist keine projektbezogene Kostenrechnung, zeigt aber: Neben Marktpreisen müssen weitere Faktoren wie Leistungsumfang, Flächen, Ausstattung, Planungsfortschreibung oder projektbezogene Änderungen eine erhebliche Rolle spielen – sofern der Ausgangswert von 6,5 Millionen Euro tatsächlich vergleichbar ist.
Politisch ist inzwischen ein wichtiger Schritt erfolgt. Der förmliche Antrag auf Rechnungsprüfung wurde von SundernDirekt gestellt, dokumentiert aber ausdrücklich, dass FDP-Fraktionsvorsitzender Alfred Heidbrink zuvor alle Fraktionsvorsitzenden zu einem gemeinsamen Vorgehen aufgerufen hatte. In dem Antrag ist außerdem festgehalten, dass FDP und AfD ihre Unterstützung für eine Behandlung im Rechnungsprüfungsausschuss zugesagt hatten.
Nach dem unmittelbar aus der Sitzung vom 29. September 2026 übermittelten internen Bericht von Alfred Heidbrink wurde der Prüfauftrag mit zwei Ja-Stimmen bei sieben Enthaltungen und ohne Gegenstimme angenommen.
Besonders relevant wird die Aufarbeitung vor dem Hintergrund der Haushaltslage. Sundern befand sich bis 2020 in der Haushaltssicherung, erzielte anschließend bis 2023 positive Ergebnisse, plante aber bereits 2024 mit einem Defizit von 8,8 Millionen Euro und 2025 mit 10,9 Millionen Euro. Die gpaNRW stellte im Mai 2026 fest, dass nach der Finanzplanung bereits 2026 die Ausgleichsrücklage vollständig aufgezehrt wird und sich die Gesamtverbindlichkeiten aufgrund weitgehend kreditfinanzierter Investitionen bis 2028 verdoppeln könnten. Die gpaNRW kritisierte zudem, dass für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen großer Investitionen bislang weder eine Wertgrenze noch einheitliche Standards bestehen.
Die Chronologie: vom Sanierungsproblem zum Millionenprojekt
Die offizielle Beschlussvorlage des Rechnungsprüfungsausschusses reicht die Vorgeschichte sogar bis Januar 2001 zurück: Damals begann eine Organisationsuntersuchung des städtischen Bauhofs. Die Verwaltung selbst spricht deshalb inzwischen von einer rund 25-jährigen Vorgeschichte. Für die aktuelle politische Debatte ist insbesondere der Zeitraum ab 2018 entscheidend.
Rekonstruierte Entscheidungs- und Kostenchronologie
Was die Baupreisentwicklung erklären kann – und was nicht
Ein erheblicher Teil der Entwicklung fällt in eine außergewöhnliche Baupreisphase. Nach den amtlichen Daten des Statistischen Bundesamtes stiegen insbesondere 2021 bis 2023 die Preise für gewerbliche Betriebsgebäude stark. 2022 lagen die jährlichen Steigerungsraten zeitweise bei rund 17 bis 19 Prozent. Anfang 2026 lagen die Preise für gewerbliche Betriebsgebäude noch einmal 3,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Aus den Destatis-Reihen lässt sich grob ableiten, dass der Preisstand für gewerbliche Betriebsgebäude Anfang 2026 rund 54 Prozent über dem Jahresniveau 2019 lag. Rein indexiert würden 6,5 Millionen Euro von 2019 damit ungefähr 10 Millionen Euro entsprechen.
Das ist wichtig, weil es zwei politische Vereinfachungen gleichermaßen widerlegt:
„Die gesamte Differenz ist eine Kostenexplosion durch Fehlplanung“ lässt sich mit den vorliegenden Daten nicht behaupten. Ein beträchtlicher Teil kann durch Baupreisentwicklung erklärt werden.
Aber ebenso wenig überzeugt „das waren eben die Baupreise“. Selbst eine grobe Preisfortschreibung von 6,5 Millionen Euro landet bei etwa 10 Millionen Euro. Zwischen diesem Niveau und 18 Millionen Euro verbleibt eine erhebliche Größenordnung, die projektbezogen erklärt werden muss.
Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass ein Bauhof aus sehr unterschiedlichen Gewerken, Außenanlagen und technischen Einrichtungen besteht. Der Destatis-Index ist deshalb lediglich ein Plausibilitätsmaßstab, keine Abrechnung des konkreten Projekts.
Was sich am Leistungsumfang belegen lässt
Spätestens beim Spatenstich Ende 2023 bestand das öffentlich vorgestellte Projekt aus deutlich mehr als einem einfachen Hallenbau. Das etwa 1,2 Hektar große Gelände sollte Verwaltungs- und Sozialräume, Werkstätten, Lagerhallen, Fahrzeughallen für den gesamten Fuhrpark und ein 600-Tonnen-Salzsilo aufnehmen. WPW aus Dortmund war nach Stadtangaben mit Planung und Bauüberwachung beauftragt.
Hinzu kamen Nachhaltigkeits- und Entwässerungskomponenten: weitgehende Holzbauweise, Wärmepumpen, zunächst etwa 90 kWp Photovoltaik, Dachbegrünung, Regenrückhaltebecken und zusätzliche Retentionsflächen. Dieselben Merkmale wurden beim Richtfest 2025 weiterhin genannt.
Die Behauptung, überhöhte Flächenforderungen des Nutzers hätten zu Mehrkosten geführt, ist bislang lediglich eine Prüfhypothese. Ansprechpartner des Nutzers war und ist die Leitung der Technischen Dienste. Ob und wann sich Nutzeranforderungen, Personalansätze, Fahrzeugbestand, Hallenflächen oder Werkstattgrößen verändert haben, lässt sich aus den veröffentlichten Presseinformationen nicht rekonstruieren.
Was der Beschluss vom 29. September politisch bedeutet
Der formelle Antrag stammt von SundernDirekt. Seine Entstehungsgeschichte ist allerdings ungewöhnlich klar dokumentiert: SundernDirekt schreibt selbst, dass Alfred Heidbrink als Vorsitzender der FDP-Fraktion am 16. August sämtliche Fraktionsvorsitzenden angeschrieben und einen gemeinsamen Antrag vorgeschlagen hatte. Weiter heißt es, FDP und AfD hätten ihre Unterstützung für die Behandlung im Rechnungsprüfungsausschuss bereits zugesagt.
Damit ist die korrekte politische Beschreibung:
Der Anstoß zur gemeinsamen Aufarbeitung kam von der FDP; SundernDirekt überführte diesen Anstoß in einen formellen Antrag; FDP und AfD sagten ihre Unterstützung zu.
Die Verwaltung stellte sich einer Prüfung rechtlich nicht entgegen. Vorlage 292/XI verweist vielmehr ausdrücklich auf § 104 GO NRW und führt aus, dass die örtliche Rechnungsprüfung Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit prüfen könne und der Rechnungsprüfungsausschuss einen entsprechenden Auftrag erteilen könne.
Nach einem Sitzungsbericht fiel die Abstimmung mit 2 Ja, 7 Enthaltungen und keiner Nein-Stimme aus. Daraus lassen sich bereits zwei Dinge sauber ableiten, sofern die Niederschrift das Ergebnis bestätigt:
Erstens wurde der Antrag angenommen. Zweitens erhielt er zwar keine breite aktive Zustimmung, wurde aber auch von niemandem abgelehnt. Politisch ist das etwas anderes als eine 2:7-Niederlage oder eine mehrheitliche Ablehnung.
Der Bauhof und Sunderns Haushaltslage
Das Thema erhält durch die kommunalen Finanzen eine Dimension, die weit über dieses einzelne Gebäude hinausgeht.
2024 beschloss Sundern einen Haushalt mit einem geplanten Defizit von 8,8 Millionen Euro. Bereits damals erklärte die Stadt selbst, Konsolidierung sei erforderlich, um einer Haushaltssicherung vorzubeugen.
2025 lag das beschlossene Defizit bei 10,9 Millionen Euro. Gleichzeitig wurden weitere notwendige Investitionen fortgeführt; zu den drei größten Bauprojekten gehörten ausdrücklich die Technischen Dienste, die Realschule und die Feuerwehrzentrale.
Die überörtliche Prüfung der gpaNRW verschärft das Bild. Nach deren im Mai 2026 vorgestellter Analyse war Sunderns Entwicklung bis 2023 positiv, doch ab 2025 werden negative Jahresergebnisse geplant. Die Ausgleichsrücklage soll bereits 2026 vollständig verbraucht sein, das Eigenkapital bis 2028 erheblich sinken und die Gesamtverbindlichkeiten könnten sich nach der aktuellen Finanzplanung aufgrund umfangreicher, weitgehend kreditfinanzierter Investitionen bis 2028 verdoppeln. Die gpaNRW bewertet den Handlungsbedarf ausdrücklich als hoch.
Für die Bauhofdebatte besonders bemerkenswert ist eine weitere Feststellung der Prüfer: Sundern führe bei großen Investitions- und Beschaffungsmaßnahmen zwar Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen durch, habe bislang aber keine Wertgrenze und keine einheitlichen Standards dafür festgelegt.
Abschließender Befund
Die derzeitige Quellenlage reicht aus, um drei Aussagen mit hoher Sicherheit zu treffen.
Erstens: Der Neubau war aufgrund des Zustands und der Platzprobleme des alten Betriebshofs sachlich begründet.
Zweitens: Die öffentlich sichtbare Kostenentwicklung ist außergewöhnlich: von einer ersten Kostenschätzung von 3,4 Millionen Euro über einen heute für 2019 verwendeten Referenzwert von 6,5 Millionen Euro bis zu 18 Millionen Euro Gesamtinvestition. Die allgemeine Baupreisentwicklung erklärt davon einen relevanten, aber bei weitem nicht offensichtlich den gesamten Unterschied.
Drittens: Noch fehlt das entscheidende Bindeglied – eine jahres- und planungsstandsgenaue Kostenüberleitung, die zeigt, wann aus welchem Grund welche Millionenbeträge hinzugekommen sind und wie Rat und Ausschüsse darüber informiert beziehungsweise beteiligt wurden. Genau diese Lücke soll die Rechnungsprüfung nun schließen.
Damit liegt der politisch entscheidende Punkt nicht in der Behauptung, es habe bereits nachweislich Fehlverhalten gegeben. Er liegt darin, dass bei einem der größten kommunalen Bauvorhaben der vergangenen Jahre eine solche Kostenentwicklung heute nicht ohne Weiteres aus den öffentlich zugänglichen Unterlagen nachvollzogen werden kann.
Vor dem Hintergrund der von der gpaNRW attestierten angespannten Finanzperspektive ist das mehr als eine historische Frage zum Bauhof. Es ist eine Frage, wie Sundern seine nächsten Millionenprojekte steuert, bevor die finanziellen Spielräume noch enger werden.
Quellen, Primärdokumente und offene Akten
Primärdokumente zum aktuellen Prüfverfahren
Stadt Sundern, Beschlussvorlage 292/XI vom 21.09.2026
„Antrag zur Beauftragung der örtlichen Rechnungsprüfung, die Kostensteigerung des Neubaus der technischen Dienste zu analysieren.“ Die Vorlage nennt den Vergleich 6,5 Millionen Euro 2019 zu geschätzten 18 Millionen Euro Gesamtkosten und verlangt ausdrücklich eine Betrachtung von Planungsstand, Preisstand und Leistungsumfang. fileciteturn0file0
Antrag SundernDirekt vom 18.09.2026
Dokumentiert die vorherige Initiative Alfred Heidbrinks, die Kommunikation zwischen Fraktionen und die zugesagte Unterstützung von FDP und AfD. fileciteturn0file1
Stellungnahme 029/2026-ST vom 21.09.2026
Bestätigt die formale Zulässigkeit des Antrags nach § 4 der Geschäftsordnung. Auffällig ist der dort genannte Eingang am 28.08.2026, obwohl der beigefügte Antrag auf den 18.09.2026 datiert ist. fileciteturn0file2
Rats- und Bürgerinformationssystem der Stadt Sundern:
https://sundern.ratsinfomanagement.net/
Die Stadt erläutert, dass dort Einladungen, Vorlagen, Niederschriften, Fraktionsdaten und weitere öffentliche Ratsunterlagen bereitgestellt werden. [14]
Offizielle Projektquellen
Stadt Sundern: „Neubau der Technischen Dienste“, 06.12.2023
https://www.sundern.de/rathaus-buergerservice/pressemeldungen/pressemeldung-detail/neubau-der-technischen-dienste
Die Quelle beschreibt Sanierungsbedarf des Altstandorts, Flächenproblem, Planung durch WPW, Raumprogramm, Salzsilo, Holzbauweise, Wärmepumpen, PV, Gründächer und Retentionsmaßnahmen. [9]
Stadt Sundern: „Richtfest am Neubau für die Technischen Dienste“, 04.09.2025
https://www.sundern.de/rathaus-buergerservice/pressemeldungen/pressemeldung-detail/richtfest-am-neubau-fuer-die-technischen-dienste
Hier nennt die Stadt ausdrücklich 18 Millionen Euro Gesamtinvestition. [12]
Frühere Kostenberichterstattung
SauerlandKurier: Haushaltsplanentwurf 2019, September 2018
https://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/sundern/haushaltsplanentwurf-2019-stand-sundern-mittelpunkt-ratssitzung-10282052.html
Die zeitgenössische Berichterstattung nennt für den Betriebshof eine „erste Kostenschätzung“ von 3,4 Millionen Euro. [7]
SauerlandKurier: Richtfest 2025
https://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/sundern/guter-tag-fuer-unsere-stadt-richtfest-am-neubau-fuer-die-technischen-dienste-93919000.html
Der Bericht übernimmt die städtische Angabe von 18 Millionen Euro und beschreibt den realisierten technischen Standard. [24]
Haushaltsunterlagen
Die Stadt stellt die Haushaltspläne der relevanten Jahre zentral bereit. Für die abschließende Rechnungsprüfung sollten insbesondere die Investitionsmaßnahmen, Verpflichtungsermächtigungen und möglichen Ermächtigungsübertragungen zum Neubau der Technischen Dienste aus allen Jahren einzeln extrahiert werden.
Haushaltsbuch 2019:
https://www.sundern.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Haushalt/Haushaltsbuch_2019.pdf
Haushaltsplan 2020:
https://www.sundern.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Haushalt/Endfassung_Haushaltsplan_2020_20200107_Rose.pdf
Haushaltsplan 2021:
https://www.sundern.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Haushalt/Endfassung_Haushalt_2021_20210422.pdf
Doppelhaushalt 2022/2023:
https://www.sundern.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Haushalt/Endfassung_Haushalt_2022_2023_20220120.pdf
Haushaltsplan 2024:
https://www.sundern.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Haushalt/HHP_2024_Endfassung_Gesamtdatei_20240403.pdf
Haushaltsplan 2025:
https://www.sundern.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Haushalt/Haushaltsplan_2025.pdf
Haushaltsplan 2026:
https://www.sundern.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Haushalt/Haushalt_2026.pdf
Die Stadt bezifferte das Defizit des Haushalts 2024 mit 8,8 Millionen Euro und das Defizit 2025 mit 10,9 Millionen Euro. [25]
Finanz- und Prüfungsquellen
Überörtliche Prüfung der Stadt Sundern durch die gpaNRW, Vorstellung Mai 2026
https://www.sundern.de/rathaus-buergerservice/pressemeldungen/pressemeldung-detail/ueberoertliche-pruefung-der-stadt-sundern-durch-die-gpanrw
Besonders relevant sind drei Befunde: vollständiger Verbrauch der Ausgleichsrücklage laut Planung 2026, erheblicher Eigenkapitalverzehr und möglicherweise Verdopplung der Gesamtverbindlichkeiten bis 2028 sowie fehlende einheitliche Standards für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen großer Investitionen. [17]
Gemeindeordnung NRW, § 76 Haushaltssicherungskonzept:
https://recht.nrw.de/lrgv/gesetz/01112025-gemeindeordnung-fuer-das-land-nordrhein-westfalen-go-nrw-bekanntmachung-der/
Die gesetzlichen Kriterien zeigen, warum ein hoher Fehlbetrag allein noch keine automatische Haushaltssicherung bedeutet. [23]
Baupreisentwicklung
Statistisches Bundesamt: Baupreisindizes für Nichtwohngebäude
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Preise/bpr110a.html
Die Daten dokumentieren den erheblichen Preisauftrieb bei Büro- und gewerblichen Betriebsgebäuden insbesondere seit 2021. [26]
Destatis: Baupreise Februar 2026
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/04/PD26_126_61261.html
Für gewerbliche Betriebsgebäude wurde Anfang 2026 nochmals ein Plus von 3,4 Prozent binnen Jahresfrist gemessen. [27]