Mehr Leben für die Innenstadt – FDP fordert Modellversuch für Außengastronomie und Außenverkauf

Sundern. Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Sundern möchte neue Impulse für die Belebung der Innenstadt setzen. Mit einem Antrag für den Ausschuss für Bürgerdienste, Ordnung, Sicherheit und Soziales schlägt sie vor, Gewerbetreibenden in der Fußgängerzone bis Ende 2027 die Nutzung öffentlicher Flächen für Außengastronomie und Außenverkauf ohne zusätzliche Sondernutzungsgebühren zu ermöglichen.

„Unsere Innenstadt lebt von den Menschen, die dort arbeiten, einkaufen, sich treffen und ihre Freizeit verbringen. Deshalb sollten wir alles daransetzen, Handel, Gastronomie und Dienstleistungen attraktive Rahmenbedingungen zu bieten“, erklärt Alfred Heidbrink, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Sundern.

Nach Auffassung der Liberalen können zusätzliche Außensitzplätze, Warenpräsentationen und andere gewerbliche Nutzungen im öffentlichen Raum erheblich zur Aufenthaltsqualität beitragen. Sie sorgen für mehr Leben in der Innenstadt, erhöhen die Sichtbarkeit der Betriebe und schaffen Anreize für Besucher, länger in Sundern zu verweilen.

Die Stadtverwaltung hat inzwischen bestätigt, dass die Grundidee des Antrags grundsätzlich umsetzbar ist. Allerdings wäre hierfür eine Anpassung der bestehenden Sondernutzungssatzung erforderlich. Die FDP begrüßt diese Einschätzung ausdrücklich.

„Die Verwaltung hat festgestellt, dass unser Vorschlag rechtlich nicht unzulässig wäre. Vielmehr geht es jetzt darum, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen und die Auswirkungen sorgfältig zu prüfen“, so die Fraktion.

Die FDP betont, dass es sich bewusst um einen zeitlich befristeten Modellversuch handelt. Bis Ende 2027 soll untersucht werden, ob die Maßnahme tatsächlich zu einer stärkeren Belebung der Innenstadt führt und ob sich positive Effekte für Gewerbe, Arbeitsplätze und Tourismus ergeben.

„Wir wollen die Diskussion nicht auf einzelne Gebührenbeträge reduzieren“, erklärt die FDP Sundern weiter. „Die entscheidende Frage lautet doch: Was bringt unserer Innenstadt langfristig mehr? Einige zusätzliche Gebühreneinnahmen oder attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen, Gewerbesteuern zahlen und Besucher in die Stadt bringen?“

Gerade vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage müsse die Stadt verstärkt darüber nachdenken, wie wirtschaftliche Aktivität gefördert werden könne. Die FDP sieht ihren Antrag deshalb als wirtschaftspolitischen Impuls und als Beitrag zu einer pragmatischen Innenstadtentwicklung.

Neben den bestehenden Gewerbetreibenden könnten von der Regelung auch neue Unternehmen profitieren. Wer über eine Ansiedlung in Sundern nachdenke, solle erleben, dass die Stadt nicht zusätzliche Hürden errichtet, sondern Chancen eröffnet.

Die FDP-Fraktion wird daher die weitere Beratung des Antrags konstruktiv begleiten und die Verwaltung bitten, die finanziellen Auswirkungen, mögliche Satzungsänderungen sowie Erfahrungen vergleichbarer Kommunen näher zu untersuchen.

„Wir wollen keine ideologischen Großprojekte und keine teuren Gutachten. Wir möchten einen überschaubaren Praxistest, der zeigt, was funktioniert. Mehr Freiraum für Unternehmer, mehr Leben in der Innenstadt und eine ehrliche Erfolgskontrolle – genau darum geht es.“

ZUKUNFT. EINFACH. MACHEN. In der Innenstadt.